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Golden Week (Nachtrag)
Nach recht langer Zeit mal wieder etwas für die Kategorie Reise. Die erste Maiwoche in Japan ist traditionell die goldene Woche, oder wie man auf neu-Japanisch sagt „go-ruden ui-ku“. Dankenswerter weise hat sich der Arbeitgeber meiner Frau doch noch dazu durch gerungen seinen Angestellten 3 Tage frei zu geben, so dass wir auch mal wieder etwas zusammen unternehmen konnten. Da Dan leider am 4. Mai nach
Deutschland zurückkehren musste, beschlossen wir ihn einmal in
Yokohama zu besuchen, nachdem wir das ja schon so lange angedroht
hatten. Bei dieser Gelegenheit wollten wir auch das Raumen Museum in
Shin-Yokohama besichtigen. In der Golden Week ist es überall, wo
es etwas zu sehen oder zu erleben – besonders aber wo es etwas
gutes zu essen gibt – besonders voll, also mussten wir erstmal ca
30 Minuten warten, bis wir überhaupt rein kamen. Im Museum
selbst ist der Vorplatz des Yokohamarer Bahnhofs um die späten
50er Jahre nachgestellt. Dort kann man dann zwischen verschiedenen
Ramen-Restaurants wählen, denn aus der ursprünglichen
chinesischen Nudelsuppe ist mittlerweile eine Japanische Spezialität
geworden, das sich in jeder Region anders entwickelt hat. Wir haben
uns für HoHokkaido-Style Ramen entschieden, nicht zuletzt, weil
die Wartezeit „nur“ nochmal 30 Minuten warten mussten. Die
Nudeln waren auch sehr schmackhaft, kann man bei 1 Stunde Wartezeit
und ca 1300 Yen aber auch erwarten Im Anschluss daran zeigte uns Dan dann noch Yokohama, den Hafen, das höchste Gebäude Japans und die Chinatown von Japan – die so richtig überfüllt war. Da er noch ein paar Souvenirs kaufen wollte, Rosa und ich aber keine Lust auf noch mehr Gedränge hatten, trennten wir uns und Rosa und ich machten einen Spaziergang am Hafen, wo nur wenige – d.h. relativ wenige – Menschen waren. Anschließend besuchten wir Dan noch in seinem „Gaijin-House“, in dem er nun ein Jahr gewohnt hatte. Das erste mal, dass ich so ein Gebäude gesehen habe. Es machte auf mich den Eindruck auf einen Mix aus Studentenwohnheim und Jugendherberge, also einen recht fröhlichen Eindruck. Dankenswerter Weise gab Dan uns noch seinen alten Rechner, einen P3, womit sich meine Rechenpower hier mindestens verdreifacht hat. Außerdem schenkte er uns noch seinen Fernseher, den wir gleich weitergaben an Lucy, die sich auch sehr freute. Nochmal vielen Dank Dan, einen schonen Deutschlandaufenthalt und auf bald in Japan! 是非日本に帰って! Am nächsten Tag war Ruhe- und Familientag. Wir nutzten die Gelegenheit um mal auszuschlafen, normalerweise klingelt der Wecker ja um 5;30 (Land der aufgehenden Sonne...). Das Wetter war übrigens sehr schon, pünktlich zu den Feiertage wurde es richtig schon Warm.
Am darauf folgenden Tag machten wir einen Ausflug an einen nahe gelegenen Fluss. Das Wetter war sehr sommerlich und ich habe meinen ersten Sonnenbrand in diesem Jahr – Yo soy un gringo blanko – nur bedingt Sonnen tauglich. Der Umschwung zwischen kalt und heiß ging hier sehr schnell, noch eine Woche zuvor liefen in der Ausländerbehörde die Diesel-Heizer und nun laufen schon wieder die Klimaanlagen.
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