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Bjoerns Blog
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Führerschein und Visum
Es gibt zur Abwechslung mal Gutes von der Bürokraten-Front zu berichten. Aber der Reihe nach. Vor einiger Zeit hatte ich mir um in Japan Auto fahren zu dürfen, bei einen der häufigen Besuche dort, eine Übersetzung in der Deutschen Botschaft erstellen lassen. Da man aber nur ein Jahr lang mit dieser Übersetzung fahren darf, empfahl mir der nette Botschaftsbeamte den Führerschein in einen Japanischen Führerschein umschreiben zu lassen. Das ginge auch ganz einfach, wurde mir versichert, man müsse lediglich zur Führerscheinstelle gehen und die Übersetzung einreichen. Also ganz so einfach ist es nicht, weswegen ich hier mal schreibe, was man (zu mindestens im Saitama-ken) machen muss. Also ich bin erstmal zur lokalen Polizeidienststelle getiegert, weil hier in Japan die Polizei für Führerscheinangelegenheiten zuständig ist. Dort wurde mir dann die Auskunft gegeben, ich müsse zum 免許センター (Menkyo-Center) nach 鴻巣 (Kounosu) fahren, was im Übrigen ziemlich in der Provinz liegt, von Kawagoe aus ca 40 Minuten mit der Bahn (über Omiya). An „gute alte Zeiten“ erinnerten mich die Öffnungszeiten, das „Beratungszimmer“ (2ter Stock) hat von 10 bis 11:30 geöffnet Dort muss man zuerst einen Antrag ausfüllen, dazu brauchte ich folgende Unterlagen :
Mit diesem Antrag ging es dann später erstmal an die Kasse und bezahlt 2400 Yen bzw kauft die entsprechenden Steuermarken und klebt sie auf den Antrag danach (nach der Mittagspause, in der ich einen Spaziergang durch dieses Kaff machte) zum Schalter 1 oder 2, genauer gesagt die Tür zwischen den beiden Schaltern (wie sich später herausstellte). Öffnungszeiten 13:00 – 13:30. Dort musste ich dann einen einfachen Sehtest machen. Danach beginnt dann der militärische Teil. „3ter Stock Zimmer 6“, wurde mir gesagt. Dort bekommt dann jeder eine Nummer und darf sich an einen Schreibtisch setzen. Ich wunderte mich und befürchtete schon, dass ich eine Prüfung ablegen sollte, also fragte ich nach, als ich an der Reihe war. Antwort : „Nein! Hinsetzen und abwarten!“ Erinnerte mich spontan an die Musterung für die Bundeswehr, dort wusste man auch nicht, was einen als nächstes erwartet. Ca 150 Leute versammelten sich und im Anschluss daran bekamen wir ein Sicherheitsvideo zum Thema Unfällen mit Fahrradfahrern vorgespielt. Highlight war meiner Ansicht nach der Bremstest mit einem Mamachari. Der Anhalteweg aus Tempo 20 betragt 7m – mag sein, gut dass das bei meinem Fahrrad nicht so ist, wie wäre sonst wohl der Anhalteweg aus Tempo 40 (was ich leicht erreiche). Egal, über die Verkehrsregeln habe ich dann am Tag später noch viel gelernt, das werde ich mal gesondert schreiben. Also man wartete dort und horte ich noch ein paar Worte über sicheres Fahren an und wie viele Leute in diesem und im letzten Jahr im Saitama-ken im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind an und dann wurde der Zeitplan vorgestellt. Da heute nur „sehr wenige“ Leute (ich sagte schon ca 150) da sind, wurde man wohl „früh“ fertig werden, so gegen 16:30 (es war da gerade 14 Uhr). Übrigens waren die 150 Leute nicht alles Ausländer, sondern alle, die an diesem Tag den Führerschein gemacht hatten. Als nächstes durften wir dann den nächsten Antrag ausfüllen und der nette Polizeibeamte erklärte auch genau, wie man das machen soll. Danach ging es nach Nummern im Gänsemarsch in den ersten Stock an die Kasse – Antrag abgeben und 1600 Yen bezahlen und schon mal die Schutzhülle, ein Service-Heft für Saitama-ken mit Werkstätten usw und eine „Sicherheits-Strassenkarte“ für den Saitama-ken in Empfang nehmen. Lustige Beobachtung : Fast alle Japaner nehmen eine Hülle, in lateinischen Buchstaben „License“ steht, Ausländer (mich natürlich inkl.) nehmen überwiegend eine Hülle auf der 運転免許証 (Führerschein auf jap) steht. Danach wieder im Gänsemarsch (nach Nummern) zurück in den dritten Stock und den nächsten Antrag ausgefüllt Danach dann, wieder nach Nummern zum Fotografieren. Die militärische Organisation erklärt übrigens auch das – sehr schone – Foto von mir. Es ging wie gesagt der Reihe nach – immer „Nächster! - Setzen! - Hierher schauen!“ Blitz, „Nächste! - ...“ Danach wieder in Zimmer 6 3ter Stock an den nummerierten Platz zurück Dort heißt es dann auf den Führerschein warten und noch einigen Worten zum Thema Verkehrssicherheit lauschen. Noch einmal nach Nummern sortiert aufmarschieren, Führerschein entgegen nehmen und das war 's dann auch schon, wieder einmal neigt sich ein erfüllter Behördentag dem Ende und einige glückliche 外人 (Ausländer) und 日本人 (Japaner) mehr kehren glücklich und zufrieden mit einem Führerschein nach Hause zurück
Am Abend dann erfuhr ich die Nachricht, dass ich Post von der Ausländerbehörde habe Schlauer weise hatte die AB die Post an meine alte Adresse geschickt – gut das ich beim letzten mal, als ich dort vor Ort war, 3 mal nachgefragt habe, ob sie denn auch meine neue Adresse haben und etwaige Post auch dorthin schicken werden. Egal – gut, dass meine alte Adresse die Adresse von meinen Schwiegereltern ist, also hat mich die Post dann doch noch erreicht. Seit dem letzten mal befürchtete ich schon das Schlimmste – die Karte war auf englisch geschrieben, also konnte mir niemand sagen, was für eine Bedeutung die Karte hatte (No entiendan ingles). Dementsprechend gut habe ich dann auch geschlafen – nämlich gar nicht. Am nächsten Morgen also erstmal die Post abholen und große Erleichterung, ich darf dort antanzen und mein Visum abholen. Also auf nach Shinagawa (mal wieder). Von Kawagoe aus hat man übrigens die Wahl, ob man mit der Tobu-Tojo-Line fährt (über Ikebukuro) oder mit JR über Omiya. Normalerweise fahre ich mit der Tobu-Line, weil das billiger kommt, aber an diesem Tag wollte ich früh ankommen und für also mit JR (200 Yen teurer). Der Vorteil an JR ist, dass man mit der Rinkai-Line von Kawagoe bis Osaki durchfahren kann (eine Station vor Shinagawa) und da der Zug ab Kawagoe fährt, ist die Chance auf einen Sitzplatz groß. Auch ist JR ein paar Minuten schneller, allerdings wie gesagt teurer. Die Spekulation auf einen Sitzplatz ging auf, aber genau an diesem Tag gab es einen Unfall, so dass der Zug ca 30 Minuten Verspätung hatte. In der AB gab es nichts besonderes, warten halt, wie immer – nochmals 4000 Yen abdrucken. Der clevere 外人 kauft die Marke, bevor er sich in die Reihe stellt. Das wird einem auch auf Anzeigetafeln geraten (in japanisch und englisch), die meisten Menschen kapieren dass auch, allerdings weiß ich nicht, welche Sprache man in den USA so spricht, denn Amis scheitern oft an dieser anspruchsvollen Aufgabe. Wenn ich übrigens Amis beobachte, muss ich oft an die Debatte um Integration in Deutschland denken. Wirklich alle Ausländer die augenscheinlich in Japan leben, Afrikaner, Chinesen, Koreaner, Südamerikaner, Ost-Europäer schaffen es wenigstens ein paar Worte auf japanisch herauszubringen, nur Amerikaner/innen nicht Das kann man ja noch ertragen, aber dass immer lauthals gelästert wird, wie schlecht „hier“ alle Englisch sprechen muss echt nicht sein, schließlich ist Englisch hier nicht die Amtssprache. Nach bezahlen und warten auf eine Nummer, war dann erstmal Pause für mich. Meine Nummer war 303, aktuell war die Nummer um 100 und es waren noch 40 Minuten bis Mittag, also Zeit für einen Spaziergang. Das Wetter war übrigens sehr schon, wie man vielleicht auf den Fotos sehen kann. Ich fand sogar einen schonen Platz mit einer Bank, wo ich etwas rasten konnte. Um 13 Uhr ging es dann weiter in der AB. Es ging auch sehr Zugig voran, weil viele Leute wohl noch nicht zurück von der Mittagspause waren. So bekam ich also endlich mein 1-Jahres-Visum. Also habe ich nun ein ganzes Jahr meine Ruhe von der AB – YEAH! Jetzt nur noch einmal zum Rathaus und eine neue Ausländerkarte beantragen, da sich mein Visa Status ja geändert hat – bin jetzt 定住者“Long Term Resident“
20:19 Uhr |
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Fotos von gestern (Shinagawa/Tokyo) und vorgestern (Kounosu)
Einfach nur ein paar Bilder, ohne viel Text.
20:04 Uhr |
reise
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炊飯器を買いました。
炊飯器を買いました。 Was ein echter Bewohner dieses Landes sein will, der Benötigt Natürlich einen Reiskocher (炊飯器 – suihanki). Ich entschloss mich einen neuen Reiskocher zu kaufen, nachdem ich den gebrauchten, den ich geschenkt bekommen hatte zum reinigen geöffnet hatte. Wegen der Kakerlakenplage hier, öffne ich generell jedes elektrische Gerät und reinige es von innen, weil ich, absolut keine Lust habe meinen Wohnraum mit Kakerlaken zu teilen. Weil Reiskocher immer schon warm sind, ist es der ideale Brutplatz für Kakerlaken, wie sich herausstellte. Weil mir also der gebrauchte Kocher zu eklig war, habe ich für 5000 Yen einen neuen Kocher gekauft. Hier ein Foto von dem gutem Stück.
![]() Unser Reiskocher - "National SR-LC10-W" Kakerlakenverseuchungs Top 5
Im Kabelaufroller eines Reiskochers habe ich einen Kakerlak gefunden, der so gross war, dass der nicht mehr raus konnte (so 4 cm ohne Fuhler). Anscheinend ernährte die sich von ihren kleineren Artgenossen – echt nicht appetitlich. Die Toleranz vieler Menschen hier gegenüber Kakerlaken ist großer als meine. Immer wieder höre ich : „Da kann man nichts machen.“ Mag ja sein, dass man die Viecher nicht generell ausrotten kann, aber im Wohnbereich muss man die wirklich nicht dulden. Mit ein wenig Hygiene geht das. Dazu gehört allerdings, dass man seine Essensreste nicht überall herumstehen lasst und sein Geschirr gleich abwascht – nicht jedermanns Sache (fallt mir spontan auch das Studentenwohnheim in Ilmenau ein – igitt). Was auch hilft ist das vernünftige Abdichten aller Löcher zu den Wand Zwischenräumen. Auch so eine Sache, die mich nervt. Wenn hier ein Handwerker etwas installiert, wird einfach ein Loch in die Wand gekloppt (nicht etwa mit einer Rundsäge gesagt, sondern einfach irgendwie rausgebrochen), dann das Rohr, Kabel oder sonst was durch gestopft und fertig. Da darf man sich dann auch nicht wundern wenn es zieht und „Besucher“ kommen. Die Qualität der Handwerklichen Arbeiten sind hier im allgemeinen nicht so toll – jedenfalls was ich bis jetzt gesehen habe, hatte ich ohne Probleme besser machen können. Sei es tapezieren, Leitungen verlegen oder Fensterladen reparieren. Machen durfte ich es allerdings nicht selber, weil es alles Vermietersachen war und die einem das hier nicht zutrauen. So lass ich die dann halt machen – und verbessere es dann später.
17:47 Uhr |
blah
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Visaproblematik und ueberhaupt
Nun, mal wieder etwas Zeit ein wenig zu
schreiben. Zur Zeit gibt es allerdings nicht viel zu berichten.
Arbeitserlaubnis / Visum lasst noch auf sich warten, aber die Mühlen
der Bürokratie sind schwer am Malen. Letzte Woche kam erstmal
ein Brief von der Einwanderungsbehörde, dass sie nochmal einige
Papiere brauchten. Welche Dokumente benötigt werden hängen
anscheinend stark vom Sachbearbeiter ab, da sich die Dokumente, die
ich einreichen musste doch stark von der Liste unterscheiden, die man
angeblich einreichen muss. Auch habe ich zwei verschiedene Listen
erhalten mit Dokumenten, die man braucht – also wohl auch Tagesform
abhängig. Benötigt wurde eine Meldebescheinigung (Kawagoe
Rathaus – 150 Yen), nochmal einen Text wie/warum/wo ich und Rosa
uns kennen gelernt haben (habe da eine schone A3 Seite mit Bildern
angefertigt Als Bonus möchten die Herrschaften
von der Auslanderbehörde noch eine Heiratsurkunde von der
peruanischen Botschaft. Hier zeigen sich wohl auch die Selbstzweifel
an der Leistungsfähigkeit der eigenen Behörden, oder woraus
erklärt es sich, dass der Japanischen Urkunde keine Bedeutung
beigemessen wird? Normalerweise wäre es mir egal und ich wurde
das Dokument einfach einreichen, nur leider ist Peru Der letzte Brief
vom Ausländeramt hat mich neben Nerven auch wiedereinmal ca
10.000 Yen, 3 Tage gekostet. Rosa musste wieder 2 Urlaubstage opfern,
weil natürlich bei Botschaft und Rathaus persönliches
Erscheinen Pflicht war, weswegen sie die nächsten 2 Sonntage
wohl arbeiten muss. Jedenfalls in Sachen Bürokratie kann ich definitiv parallelen zwischen Deutschland und Japan erkennen – absolut absurd. Als nicht betroffener kann man sich gar nicht vorstellen, was die so alles haben/wissen wollen.
17:44 Uhr |
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Burrocracia
Zum Thema Bürokratie : Falls noch jemand auf die absonderliche Idee kommen sollte, in Japan, eine/n Peruaner/inn zu heiraten mache er/sie sich auf einiges an Papierkrieg gefasst. Als Deutscher braucht man eigentlich nur ein Dokument, ein Ehefähigkeitszeugnis – klingt einfach, allerdings braucht man für dieses auch wieder diverse Dokumente, insbesondere aus Peru und die natürlich von A-Z übersetzt, gestempelt, mit Postillen versehen, beglaubigt, das ganze dann neu und in unter einem Monat bitteschön. Ohne Angehörige oder gute Freunde in Peru und Deutschland ist das nicht zu machen. Ich beschäftigte meine Eltern und Rosa ihren Bruder mit den nötigen Behördengängen. Für das Japanische Rathaus brauchten wir : Reisepässe (natürlich)外国人登録書明証 (Gaikokujintorokushomeisho = Ausländerkarte) Rosa : peruanische DNI (so was wie Personalausweis) neue Geburtsurkunden mit Übersetzung ins Japanische deutsches Ehefähigkeitszeugnis (Bjoern – Rosa) dafür : neue Geburtsurkunde Rosa, mit Postille vom ausw. Amt Perus, mit deutsche Übersetzung und Beglaubigung der Deutschen Botschaft in Lima Abstammungsurkunde, gleiches wie Geburtsurkunde Ledigkeitserklärung, gleiches wie Geburtsurkunde Antrag auf Erteilung eines Ehefähigkeitszeugnisses, dazu Nachweis der jeweiligen Identität durch persönliches Erscheinen in der Deutschen Botschaft in Tokio Auszug aus dem Standesamtsregister Bjoern Geburtsurkunde Bjoern Meldebescheinigung Bjoern jap. Übersetzung vom Ehefähigkeitszeugnis Wenn man das dann alles zusammen hatte, durfte man noch die nötigen Papiere (nur 2 A3 Seiten) für den Japanischen Amtsschimmel ausfüllen und mit zwei Zeugen persönlich aufkreuzen und schon ist man verheiratet. So kompakt hingeschrieben sieht das nach wenig aus, aber die 3 Monate, die es nun gedauert hatte, waren wirklich das Minimum, so wie es mir das deutsche Botschaftspersonal auch prophezeit hatte. Besonders die Übersetzungen und Beglaubigungen kosten einen Haufen Geld – jedes Dokument schlägt mit mindestens 3500 Yen zu Buche, allerdings alles was vom oder ins Deutsche übersetzt werden musste war teurer. Auch die Deutsche Botschaft schlägt (neuerdings, wie ich mir habe sagen lassen) ordentlich zu, was Gebühren angeht. Man ist dort übrigens selber nicht Begeistert davon, da der bürokratische Mehraufwand wohl die Einnahmen übersteigt – aber „Anordnung von Oben“. Als nächstes arbeite ich daran ein ordentliches Visum zu erlangen, dagegen erscheint die Heirat ein Kinderspiel zu sein. Als besonderes Highlight sei hier erwähnt, dass ich einen detaillierten Bericht schreiben muss, wann/wo ich Rosa getroffen habe, wann/wo/wie wir uns verlobt haben, was wir mit wem wann wo und wieso gemacht haben und wieso wir geheiratet haben und dann noch ausgerechnet hier bleiben wollen.... Woher kenne ich das nun wieder? Kindheit, Reise durch den kommunistischen Osten Europas? „Was ist das?“ „Dreckige Wäsche“ „Aha – wessen?“ „Na unsere!“ „Was wollen sie damit in (X)?“ „Ähm – waschen?“ „Was!? Öffnen!“ Aber das geht schon in Ordnung – dient ja zur Sicherung des real existierendem Sozialismus oder Terrorabwehr und was weiß ich nicht was. Wird schon alles seinen Grund haben und spätestens seit der Diskussion um Gesinnungs-Fragebögen in Deutschland und den Niederlanden weiß ich ja, dass man natürlich nur die Wahrheit schreibt...
16:31 Uhr |
blah
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Persoenliches
Zum Thema persönliches: Eigentlich möchte ich nicht allzu viel über diese Angelegenheit blogen, weil es nicht nur mich betrifft, sondern auch meine Frau und andere, also nur soviel : Am 20.3 habe ich in Kawagoe geheiratet. Entschlossen hatten wir uns dazu bereits im Januar, doch wegen dem erhöhtem Bürokratie Aufwand wurde es erst März. Kirchlich wurde übrigens auch noch einmal geheiratet – insbesondere auf vielfachen Wunsch meiner Frau
16:28 Uhr |
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Verkehr
Zum Thema Verkehr : Ein Thema, das mich nicht loslasst. Andere reden viel und gerne über den GV, ich lasse das G lieber weg. Jedenfalls gibt es hier wirklich keine Verkehrsdisziplin, jeder macht das, was er will. Radwege sind hier generell Parkstreifen oder Überholmöglichkeiten, je nach Betrachter. Vor unserem Apartment gibt es eine Ampel, mit extra eingezeichnetem Weg für Fahrradfahren. Nur mochte ich keinem Radfahrer raten, den Weg tatsächlich zu benutzen. Täglich kann man hier die volle Rücksichtslosigkeit beobachten. Gestern fährt eine Mutti bei grün, richtige Fahrtrichtung (selten!) über diesen Überweg. von Hinten kommt ein Auto angerast, schafft es gerade noch bei Gelb auf die Kreuzung und ist offensichtlich nicht gewillt, nur wegen eines Radfahrers sein Tempo zu verringern. Also drauf auf die Hupe und durch. Gelernte Japaner wissen, was das Hupsignal für Radfahrer bedeutet : Abspringen, in Deckung und Hände über 'n Kopf.. Vor kurzem hatte ich auch eine lustige Kollision mit einem Auto – auch typisch hier. Ich fahre ausnahmsweise auf dem Rad- und Fußweg, was ich eigentlich nicht mache, weil mir das zu gefährlich ist aber an dem Tag war ich mit dem Mamachari unterwegs und selbst ich erreiche mit diesem Klapper-Damenrad nicht Schnellstraßengeschwindigkeit, weswegen ich an der Schnellstraße 16 den Radweg benutzte. Wie ich da so gemütlich dahin radle, sehe ich einen Van aus einer Seitenstraße kommen. Natürlich hält er nicht am Stop-Schild, sondern erst auf dem Radweg. Naja, macht ja nichts, ist ja noch weit weg (ca 100 m), werde ich mich schon dran vorbei quetschen. Nun, ich erreiche das Auto, muss langsamer werden, weil der Depp na klar ¾ des ohnehin Schmalen Weges verdeckt. Als ich zu ¾ an dem Auto vorne vorbei bin, fährt der Typ plötzlich los und mir genau hinten geben mein Mamachari und versetzt mich 1m auf die Schnellstraße. Gut, dass gerade da auf der linken Spur kein Auto kam. Nun könnte man ja meinen, dass der Typ mal fragt, ob noch alles dran ist an mir, oder sich wenigstens entschuldigt... Nö – das wäre hier ja auch klar meine Sache – was bin ich auch gerade da, wo er fahren will. Also haut er in bester Kurzpimmel-Manier ab. Wenigstens habe ich die Sache unbeschadet überstanden und auch Rosas geliebtem Mamachari ist nur das hintere Katzenauge zermatscht worden. Hier lebt man als Radfahrer WIKLICH gefährlich. Überhaupt, das friedliche „aneinander vorbei“ ist nicht des Japaners Sache. Dieses Volk hat wirklich einen Hang zur Kollision – jedenfalls was den Straßenverkehr angeht. Beispiel : Gestern fahre ich wieder mit dem Mamachari einkaufen. Es gibt ausnahmsweise einen breiten Radweg entlang der Route 16. Von weitem sehe ich mir einen anderen Radfahrer entgegenkommen, er fährt in seiner Fahrtrichtung links, und ich in meiner – also kein Problem sollte man meinen. Natürlich hat er J-Speed drauf, das entspricht so ca 10 km/h. Wie ich ihn gerade erreiche, zieht er mir voll in den Weg – gut, dass Rosas Mamachari (noch) gute Bremsen hat, sonst hätt 's den Typen wohl zum Mond katapultiert, ich fahre nämlich nicht mit J-Speed durch die Gegend, ich will ja auch irgendwann mal an meinem Ziel ankommen. Stichwort ankommen. Das es hier in Bezug auf schnelleres Vorankommen keinen Zweck hat ein Auto zu benutzen war mir durchaus schon bekannt. Anlässlich eines Umzugs hatte ich nun aber einmal das besondere Vergnügen hier Auto zu fahren. Obwohl Start und Ziel an großen Schnellstraßen lagen und wir nicht zur Rushhour gefahren waren, waren 2 Personen, trotz angeschlagener Gehfähigkeit gleichzeitig am Ziel, wie ich mit dem Auto. Autofahren ist hier auch noch aus einem weiterem Grund kein Vergnügen – die anderen Autofahrer. Man sollte sich hier nicht der Illusion hingeben, dass grün an einer Ampel bedeutet, man könnte nun gefahrlos fahren. Ich erwähnte ja schon, dass hier nach Hierarchie gefahren wird, also Groß vor Klein – ich hatte einen Micro-Van, (so was wie Suzuki Wagon R+ oder Opel Agila), dementsprechend viel Spaß hatte ich auch. Eine Gemeinsamkeit zwischen Deutschland und Japan : auch hier die Devise, erst voll bremsen, dann Abbiegen, dann Blinken – das hält den Herzmuskel der anderen Verkehrsteilnehmer in Schwung. Ganz schlecht wird mir auch immer, wenn ich LKW-Fahrer hier beim rangieren zusehe. Bei uns kennt man das ja, die Jungs können das im Allgemeinen ganz gut. Hier irgendwie nicht. Beim Rückwärtsfahren wird nur durch das Fahrerfenster nach hinten geblickt – dementsprechend sehen sie auch nicht, was oder wen sie alles auf der rechten Seite (meistens also Gehwegseite) platt walzen. Und das ist hier die Regel – weiß nicht, ob man hier das nicht vermittelt bekommt, das nach Spiegeln rückwärts fahren, das erklärt wohl auch, warum es überall LKW-Einwinker gibt, so richtig mit Fahne und Trillerpfeife. Und noch eine Sache – angeschnallt wird sich hier, wenn überhaupt nur auf den vorderen Sitzen. Noch so eine Regel an die sich niemand hält, wie im übrigen Geschwindigkeitsbegrenzungen, Stop-Schilder, Einbahnstraßen, Ampeln, Fußgängerzonen oder sonstige unsinnige Autofahrer Schikanen. Ich möchte am liebsten hier nicht mehr in Autos mitfahren. Ich will mich ja anschnallen, aber meistens sind die jeweiligen Autobesitzer zu bequem beim umklappen der Sitze darauf zu achten, dass die Gurte auch richtig verlegt sind. Nicht nur aus Angst, bei deren Kamikaze-Fahrstil hier verletzt zu werden würde ich mich lieber anschnallen, sondern auch aus Angst, bei „normalem“ Fahrbetrieb aus dem Wagen geschleudert zu werden. Es gibt echt nur 100% in Japan. 100% Beschleunigung, 100% Verzögerung, 100% Lenkeinschlag. Manchmal erinnert mich das an den Film Blues-Brothers – immerhin erklärt es, warum es hier so gut wie keine Cabrios gibt – ohne Dach ist der Beifahrer sofort futsch ...
16:21 Uhr |
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Laptop-Update
So nun habe ich mal wieder etwas Zeit um etwas in meinen Blog zu schreiben. Zum Thema Computer : Bei meinem letzten Besuch in Akihabara konnte ich tatsächlich einen PC-66 S0-DIMM mit 128 auftreiben. 1500 Yen waren zwar auch nicht super günstig, aber immerhin. Mein toller Laptop läuft jetzt auch richtig gut, mit immerhin 160 MB RAM kann man schon einigermaßen leben. Außerdem kaufte ich noch einige Teile für einen Rechner von Freunden, um ihn „Internet fähig“ zu machen. 2* 64MB SDIMM PC-100 a 300 Yen, eine 100 MBit Netzwerkkarte 100 Yen und eine gebrauchte TV-Karte (BT 787) für 500 Yen für mich. Außerdem kaufte ich noch einen DVD-Multi-Brenner (+,-,DL,RAM,...) neu für 4800 Yen. Jetzt kann ich mir bei Bedarf dort mal die eine oder andere DVD kopieren – wo ich ja jetzt auch einen DVD-Player habe (gebraucht 1000 Yen). Achso und endlich habe ich USB2 (PCMCIA-Karte - 2000 Yen).
16:19 Uhr |
computer
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Internet - NTT - ich liebe es
Jaja, die Sache mit dem Internet. Heute mit speziellen Gruessen an Herrn A. aus M., der meinte, in Japan waere alles besser - von wegen Kundenservice und Internet ;-) Also ich war heute mal auf die Schnelle in einem
"mediamarkt-maessigem" Elektionikgeschaeft um mir
irgendeine Art von DSL oder Fiber Flat verkaufen zu lassen
- soweit der Plan. Zugegeben, anders als in "good old
Germany" hatte ich auch gleich einen Verkaeufer zur Hand,
der mich mit allerlei Details volltextete. Was dann wieder
aehnlich war, wie in Deutschland, waren die Fachkenntnisse
mit denen ich konfrontiert wurde. Zusammengefasst wird
Geschwindigkeit hier anscheinend in dB gemessen, mit 3
MBit kann man hoechstens E-Mails schreiben, Upstream
Downstream?! - Nein das ist die Gesammtgeschwindigkeit -
und wo man keine 3 MBit Leitung haben kann, weil man "zu
weit Ausserhalb" (10 Min zu Fuss vom Bahnhof Ausserhalb
?!) wohnt, kann man aber eine 5 MBit Leitung bekommen -
nunja. Immerhin bin ich schon froh, dass ich mich nicht um
den Aerger mit NTT kuemmern muss - ich habe naemlich noch
keinen Festnetzanschluss - und genau wie in Deutschland
braucht man den fuer DSL, auch wenn es hier genausowenig
Sinn macht. Uebrigens hat man auch hier, wie in
Deutschland die Qual der Wahl, welchen der vielen
Leutungsanbieter man waehlt. Also entweder NTT (in D
Telekom) oder halt kein Festnetz. Was auch der Hammer ist,
ist die Zeit, den die Brauchen bis ich Internet habe.
"Also NTT braucht ungefaehr 1,5 Monate, aber dannach geht
es dann schnell."
19:52 Uhr |
computer
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Bilder von der Wohnung
Nur mal auf die Schnelle ein paar Bilder von der neuen Wohnung.
17:08 Uhr |
blah
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