Bjoerns Blog

Beim Arzt

Letzte Woche war ich krank, eine Mandel-Infektion. Nun konnte ich mal das Japanische Gesundheitssystem in Aktion erleben. Was wirklich gut ist, ist dass die Wartezeit beim Arzt (bzw bei der Klinik) wirklich kurz war, da ist man ja in Deutschland anderes gewöhnt. Eine Untersuchung kostet ca 3000 Yen, was ganz ok ist. Ich muss ja nun erstmal alles vor strecken und bekomme es dann später von meiner Versicherung zurück (hoffentlich). Man bekommt, wie in Deutschland ein Rezept für Medikamente, die man dann in der Apotheke kaufen kann. Was wirklich nervig war war, dass die Wartezeit in der Apotheke ca dreimal so lange war, wie beim Arzt. Apotheke halt. Was allerdings wirklich gut ist in Japan ist, dass man nur die Medikamente bekommt, die man auch braucht, also auf den Tag abgezählt. So hat man nicht wie in Deutschland nach einer Krankheit immer 3 angebrochene Packungen herumliegen – die man ja auch (bzw die Versicherung) unnötiger Weise bezahlt hat. Auch bekommt man zu jedem Medikament einen Zettel ausgedruckt, auf dem nochmal alles genau drauf steht, also wann man was einnehmen muss usw. Warum wird das in Deutschland eigentlich nicht genauso gemacht? Ich glaube da gibt es ein gutes Einsparpotential bei den Medikamentenausgaben. Wenn ich mich erinnere gab es ja vor einiger Zeit mal eine Diskussion um kleinere Packungsgrössen – das würde man sich so ja sparen.

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