Bjoerns Blog
Archiv Februar 2006

Wohnungssuche

Ich suche gerade eine neue Wohnung - hier einfach mal ein paar Impressionen dazu.
Sozialismus
Hochhaus-Paradies wie in der DDR.
bsp1
Ein Beispiel
kleinbilligklein
Klein - aber billig - aber klein und am A. der Wels - und ziemlich klein

Die Schuh-Mode ist wirklich etwas eigenartig hier. Teilweise bedingt durch die Notwendigkeit die Schuhe schnell ausziehen zu können, entwickeln sich eigenartige Mischungen aus Schuhtypen (Nsp.: X-over Produkte). Zum Beispiel hier : ½ Cowboy-Stiefel ½ Schluppe

bottn
schicke Schuhe..
Schluppenmania
Schluppen oder nicht Schluppen, warum nicht beides zusammen?

TV: Klimakatastrophe

Am Wochenende hatte ich mal wieder das Vergnügen etwas Fern zu sehen (socialising). Dank des informativen Programmes bin ich jetzt voll aufgeklärt, was die Erderwärmung für die Menschheit bedeutet. Im wesentlichen zwei Dinge :

  1. Durch das wärmere Klima wird es in der Mitte Japans keine Apfelbäume mehr geben

  2. gibt es dafür Orangen

Also alles bestens – ich mag Orangen – können wir ja weiter im Stau stehen und die Klimaanlage einfach etwas weiter aufdrehen, puh.

Japan's camera phone craze spreads to funerals

At one ceremony several people gathered round the coffin and took out their phones to photograph the corpse as preparations were made to begin a cremation, she was quoted as saying.

Orginal Meldung bei Yahoo.

Mittagspausen wie diese..

Solche Mittags-"Pausen" können mir wirklich gestohlen bleiben.. Erstmal zum 市役所 (Shiyakusho) hasten, wegen Visa-Geschichte - dort Angekommen :"Wir haben Mittagspause" und ich denke mir so "Was heisst eigentlich 'Das trifft sich gut, ich auch!' auf Japanisch?" Nein, nur keine dummen Sprüche, sonst ist es schnell vorbei mit dem Lächeln im Land des selbigen. Lieber Gaijin-Power (Dummchenpower) benutzen - habe schließlich nur eine einfache Frage. Nach nur 15 Minuten für ein "Da sind wir nicht zuständig", weiter zur Bank - Kontobuch updaten. Es ist ja zum Glück Geschäftszeit. Also, ran an Automaten! Wie, was, Buch kann nicht akzeptiert werden! Narv! Diese Bank! Also, das übliche, Nummer ziehen - warten - warten - "Vielleicht sollte ich lieber die Bank ausrauben, das geht schneller", denke ich mir so. Irgendwann reist der Geduldsfaden, laut Nummer sind noch 3 Leute vor mir, aber die "Damen vom Schalter 1" sitzen nur gelangweilt rum und schauen in die Gegend. Gut - sumimasen - Zeit, hier stellt sich sowieso niemand hinten an, das habe ich schon gelernt. Das hat dann auch alles nur 20 Minuten gedauert - hups und schon die Mittagspause überzogen - schnell noch zum 100 Yen-Shop, Kalorien besorgen. Puh, Gott-sei-Dank kann ich jetzt wieder bei der Arbeit relaxen *g*

Ich freuhe mich schon auf nächste Woche, da gehen die Behördengänge dann erst so richtig los - das wird Reise-Zeit (Saitama, Shinagawa, Kawagoe, Hiro-o, Meguro) - das wird bestimmt lustig :(

wie passend zum Thema..

Kommt dann plötzlich Knall auf Fall
so ein Kassenüberfall,
bitte keine Gegenwehr,
das erzürnt den Räuber sehr.
Zeigen sie sich nicht schockiert,
weil das jenen irritiert.
Ueben sie Gelassenheit,
wie auch sonst zur Kassenzeit.

Tun sie, was der Täter will,
dann bleibt die Pistole still.

Richtig, an Gelassenheit fehlt es Bankangestellten eher selten. Nebenbei läßt sich an diesem Gedicht auch sehr schön der Deutsche Brech- und Schüttelreim beobachten.

Von Nierblog

Banken – weltweit

Also Service und Bank – diese zwei Begriffe sollten wirklich nicht zusammen erwähnt werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Banken wirklich überall auf der Welt gleich sind – bloß nichts tun für das Geld, das der Kunde bezahlt. Ich hatte ja Hoffnung, dass es in Japan besser seien könnte, als in Deutschland, nachdem ich mir immer das Gejammer (stellvertretend für die Banken) von A-san und anderen Japanern anhören musste, wie schlecht der Service in Deutschen Banken ist. Das stimmt auch. Der Service ist wirklich schlecht in Deutschen Banken und Sparkassen. Allerdings ist das hier in Japan um keinen Deut besser! Beispiele? Gerne.

  1. Meine Karte funktioniert nicht in manchen Automaten, ich beschwere mich, sage, die sollen mich im Computer freischalten. „Nein, nein, sie haben ja keine Ahnung. Das liegt an der Karte, beantragen sie eine neue.“ Meine Einwände, dass die Karte ja in den meisten Automaten (sogar in anderen Instituten einwandfrei funktioniert, zählte nicht). Jetzt habe ich eine neue Karte – mit dem alten Problem. Ich habe jetzt auch keine Lust mehr, mit denen zu diskutieren, als ich nochmal darauf Aufmerksam machte, kam wieder nur: „Das liegt an der Karte, beantragen Sie eine neue“. „Ja ja, werde ich machen – schönen Tag noch und vielen DANK!“

  2. Kontoauszüge nur in den Öffnungszeiten. Also richtige Kontoauszüge gibt es ja nicht, sondern ein Buch (so wie ein Sparbuch halt). Wenn man also seine Umsätze prüfen möchte, muss man dieses Büchlein mitnehmen und es am Automaten aktualisieren lassen. Soweit so gut, aber warum man das nur in den Öffnungszeiten (10-16 Uhr) machen kann, bleibt mir ein Rätsel. Wie bescheuert ist das mal wieder? Ich schätze dafür heiratet man dann in Japan, damit man die „Alte“ los jagen kann, Kontoauszüge nachzudrucken, oder was? Muss jedenfalls so oder so ähnlich sein, denn oft sehe ich (alte) Frauen mit mehreren Karten und Bankbüchern am Automaten stehen und diese aktualisieren (und BAR Geld hin und her zu schaufeln).

  3. Permanente Abzocke an Geldautomaten, wenn man außerhalb der Geschäftszeit am Automaten Geld abhebt, kostet das Aufschlag. Zwar nicht viel, aber es läppert sich. Außerdem ist ja Quasi immer außerhalb der Geschäftszeit, denn ansonsten ist man ja auf der Arbeit und braucht dementsprechend kein Bargeld!

  4. 0-Bock-Mentalität der Angestellten hier. Gut, das ist in Deutschland oft noch schlimmer (vor allem in der Vergangenheit war das wirklich hart). Ich würde sagen, dass das dabei raus kommt, wenn das Betriebsklima so mies ist, dass niemand mehr einen Funken Motivation hat und für jeden Pups seinen Vorgesetzten fragt, ob es denn so richtig sei.

Bei allem Gemecker, einige Sachen sind hier besser als bei deutschen Banken. Als erstes mal sind die Konten kostenlos, zweitens kann man am Automaten auch Münzen einzahlen und muss sich nicht erst, wie in gewissen Ländern dafür entschuldigen, dass man mit Münzen ankommt und diese per Hand vor-rollen.

Asian Classical Music in MP3 Format

Hier (http://www.asianclassicalmp3.org/)gibt es einige Beispiele klassischer asiatischer Musik zum kostenlosem (legalem) download. Leider gibt es keine japanischen Stücke, dafür koreanische.

春がやって来た。

Ich glaube der Frühling ist da. Heute ist es unglaublich warm (draußen) und unglaublich heiß hier (drinnen). Das Thema mit der Regulierbarkeit der Heizung hatte ich ja schon.. Ich freude mich darauf, wenn die Arbeit vorbei ist - draußen ist schöne Luft und die Vögel zwitschern. Gestern habe ich nicht mal eine Jacke gebraucht, bei meiner Tour nach Kawagoe.

Mamachari – Kauf-Beratung

grmpff
so sollte es aussehen.

Sie haben sich entschlossen sich das Fortbewegungsmittel der Zukunft zuzulegen, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Entschluss. Doch bevor Sie nun übereilt irgendein „Mamachari“ kaufen, beachten sie bitte folgende kleine Ratschläge :


  1. Komfort, Komfort, Komfort. Kurze Anhaltspunkte. Damenfahrrad, die Sitzhöhe sollte nicht höher als 40cm sein, der Sattel Sofa ähnlich und der Lenker gebogen ca in Augenhöhe sein. Versuchen sie ein Modell mit 26“ Rädern zu ergattern, 28“ ist definitiv nicht Menschenwürdig. . Fragen sie nach Modellen mit Direkt-Kraft-Übertragung, so genannte Schaltungen verkomplizieren das Fahren nur unnötig. Tipp für entspannteres und weicheres Fahren, verringern sie den Luftdruck auf ca 0,5 bar.

  2. Kaufen Sie nach Gewicht! Nur was schwer ist, ist auch gut. Was dem alternden Bankangestellten seine Honda-Goldwing, das ist dem Durchschnittsjapaner sein Mamachari. Ein solides Mamachari wiegt in keinem Fall weniger als 20kg,. Mehr Gewicht bringt eine ruhigere Straßenlage, passive Sicherheit bei Kollisionen mit Unfallgegnern (FFußgängern).und einen besseren Domino-Faktor beim Parken.

  3. Sicherheit. Alle gängigen Mamacharis sind per Konstruktion Sicher. Achten sie darauf, dass wenn Sie unbedingt eine Beleuchtung benutzen wollen*1 , dass diese durch einen vom Mamachari-Verband autorisierten Schwerlaufdynamo betrieben wird. Jedes Mamachari ist mit einer Hinterrad-Signal-Bremsanlage ausgestattet. Das eigentliche Bremsen übernehmen sie ggf mit den Füßen. Empfehlung für Sicheres Fahren : Vergessen sie nicht die Abunai-Regel. Rufen sie gelegentlich beim Fahren „Abunai“ - das wird sie von etwaigen Unfällen bewahren.

  4. Hier spielt die Musik! Wie auch beim Kauf eines Sportwagens spielt der Sound eine wichtige rolle. Was wäre ein Ferrari ohne das charakteristische durch Mark und Bein gehende Jaulen, was ein Hummer ohne das Erdbeben gleiche Grollen? Ein Mamachari ohne authentisches Quietschen, Gerassel und Geschepper ist einfach kein richtiges Mamachari.

  5. Zubehör. Einige (vorwiegend ausländische Hersteller) sparen am Zubehör, bzw rüsten ihre Räder mit unsinnigem Zubehör wie z.B. Schaltungen, Beleuchtung, Bremsen, etc aus, achten sie beim Kauf ihres Mamacharis daher unbedingt darauf, dass das Standartzubehör mit zum Lieferumfang gehört. Die Mindestausstattung sollte folgendes beinhalten : Lenker-Fahrradkorp aus Gusseisen, Motorrad-Massiv-Ständer (empf. Mindestbreite 30cm), Abdeckplane aus leicht reissendem Plastik, 3-Zahlen Nummernschloß oder Speichenschloss.


*1) Das betreiben von Beleuchtung an Fahrrädern ist laut Japanischer StvO nur in Ausnahmefällen zulässig und dann auch nur für Front-Beleuchtung.

Dominoday

Wie alle Menschen, spielen auch Japaner gerne. Besonders beliebt ist das Fahrrad Mamachari-Domino.

dominodayDCP_2650

Leider heute die Bilder bei flickr, wegen technischer Probleme.

kostenlose Japanische Grammatik zum Download

Bei Project Gutenberg kann man jetzt eine kostenlose Grammatik herunterladen. Japanisch muss man dazu nicht können, allerdings sollte man in Latein in der Schule gut aufgepasst haben.

Ars grammaticae Iaponicae linguae by Diego Collado

:-D

Verkehr...

Nochmals ein paar Worte über den japanischen Straßenverkehr:


Fakten :

Es ist gefährlich ein Fahrrad mit mehr als 20km/h zu bewegen.

Es ist nicht gefährlich eine mehrspurige Schnellstraße Nachts, ohne Licht in verkehrter Richtung zu befahren (solange man wie gesagt langsamer als 20km/h fährt).


Es ist gefährlich bei rot über eine Ampel zu gehen, auch wenn alle Autos warten müssen, weil die Bahnschranken unten sind.

Es ist nicht gefährlich Nachts, auf einer viel frequentierten, unbeleuchteten Straße ohne Fußgängerweg, zu zweit oder zu dritt nebeneinander in Fahrtrichtung zu spazieren.


Es ist definitiv gefährlich ein Herrenfahrrad zu fahren.

Ein Damenfahrrad ist auf jeden Fall sicher, man kann beruhigt gleichzeitig Telefonieren und einen Regenschirm halten.


Es ist gefährlich in Fahrtrichtung zu fahren.

Es ist sicherer gegen die Fahrtrichtung zu fahren.


Es ist so gut wie tödlich, mit 6 km mit einem Fahrrad gegen eine Mauer zu fahren (Beweis im Fernsehen gesehen).

Im Auto ist man unverwundbar, man braucht sich nicht anschnallen.


Backenbremsen sind total gefährlich – sie bremsen das Fahrrad nur, machen aber keinen Lärm.

Trommelbremsen nach Vorkriegsdesign (1. Weltkrieg) sind sicher. Meistens bremsen sie zwar nicht, aber ihr infernalisches Gequietsche veranlasst Fußgänger und andere Mamacharisten sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.


Es ist total schlimm, ein Auto auch nur zu berühren, oder dicht daran vorbeizufahren.

Es ist absolut ok, als Autofahrer Menschen anzufahren, im Notfall entschuldigt man sich mit einem "Sumimasen" oder durch betätigen des Warnblinkers.



Ausländer verstehen die Straßenverkehrsordnung nicht..Oft wissen sie nicht einmal, dass

  • es völlig egal ist auf welcher Straßenseite man mit dem Fahrrad fährt

  • es erlaubt ist beim Autofahren zu telefonieren oder / und fernsehen zu sehen

  • grundsätzlich der stärkere Vorfahrt hat

  • ansonsten nach Hierarchie gefahren wird, also PKW vor Motorrad vor Fahrrad vor Fußgänger, Mann vor Frau vor Kind und natürlich Reich vor Arm, ...

  • es unhöflich ist zu blinken

  • Licht einzuschalten, bzw zu haben sowieso

  • man sich im Auto nicht anschnallen muss – es reicht, wenn man sich festhält

  • man Kinder am sichersten auf dem Schoß befördert (zur Sicherheit in eine Decke einwickeln)

  • es reicht, wenn Bremsen Lärm machen. Sie müssen nicht unbedingt bremsen.

  • man als Autofahrer bei Rot über Ampeln fahren darf, wenn man seine Absicht durch lautes Aufheulen lassen des Motors vorher ankündigt.

  • wer zu erst kommt, zu erst malt.


Lieber Ausländer, bitte lerne diese einfachen Regeln, bevor Du am Straßenverkehr in Japan teilnimmst, schließlich machen Deine Raubzüge und Vergewaltigungsorgien das Land schon unsicher genug.

Ein Link

Nationale Archiv Japans einige Interessante Informationen und Dokumente (Bilder buntbunt).

Programmtip : [WDR] Deutschlandjahr in Japan

Lernen Sie vom 6. bis 12. Februar 2006 Japan kennen mit einem Schwerpunkt der WDR Radiowellen.

Japan ist ein außergewöhnliches Land: Es besteht aus vier Hauptinseln und mehreren Tausend kleinen bis kleinsten Inseln. Zusammengenommen besitzen sie eine Fläche von über 370.000 Quadratkilometern. Damit ist Japan ca. 15.000 Quadratkilometer größer als die Bundesrepublik Deutschland. Insgesamt leben knapp 127 Millionen Menschen in Japan, allein 12 Millionen in der Hauptstadt Tokio.

今日は写真二枚だけ。

時間がないので、日光の旅行の写真だけポストします。

seppelbon
Ein ganz schön bescheuertes Bild von mir.
shoppingsrevenge
Arme Rosita :) eine "kleine Wanderung".

Für die Damen:

For Women (Indicators About Boyfriends and Husbands)

[..]

6. Does he spend a lot of time reading comics (manga)? Has he ever said that he wishes you were more like one of the fantasy girls in his magazines? I hope this speaks for itself. If so, run away.

Tips für kleine Rassisten

Wo ich gerade beim lesen eines spanischen Blogs hierüber stolper :

[..]How many times have you heard the argument made that if there is a dispute between a foreigner and a Japanese, the foreigner must have misunderstood because he is not a native speaker (I have, many times; for example, see http://www.debito.org/powerbullies.html)[..]

Yet even when there is no misunderstanding, the Defendant wins. The owner admitted, "Sure, I excluded him! Hey, that's just my personality. I don't like black people, based upon my personal experience with a couple of them". And he STILL gets exonerated! This is racial discrimination, none other. And if the Japanese judiciary won't even rule against it for the flimsiest reasons, that must be exposed and talked about to international bodies.[..]

Achja, Japan und Deutschland haben so viele Gemeinsamkeiten..

新しい言葉

Was für ein Generve gerade. Nicht nur, dass ich wegen meinen Papieren gerade von Pontius zu Pilatus laufen muss, nein auch auf der Arbeit muss man mich unnötig anmachen. Also meine neue Englisch-Vokabel nach Japanischer Lesart für heute :

„draft“ - heißt natürlich nicht Entwurf – sondern: fertiges Projekt / Version. Der Hintergrund ist wohl der, dass es ja sowieso geändert wird, weil alles, was ich (ein Untergebener) zu Tage fördert ein „draft“ ist. Die zweite Lesart ist dann wohl : Schei*e.

So ganz (ganz) langsam fange ich an Sympathie für einige Amis hier zu entwickeln, die sich (mehr oder weniger) laut darüber beschweren, dass die Japaner kein vernünftiges Englisch können. Tausend-und-einmal habe ich mir jetzt schon anhören müssen, wie unhöflich die Ausländer immer sind, weil sie keine teineigo 丁寧語 – sonkeigo 尊敬語 – kensongo謙遜語 benutzen (link); andererseits benutzen Japaner auch „gerne mal“ (ziemlich permanent) den Imperativ, was wohl auch nicht unbedingt als höflich angesehen werden kann. Nun ja, einer perfiden Logik folgend, ist das ja richtig so. Für „Inländer“ (Japaner) ist es schwer „Ausländisch“ (also nicht Japanische) zu lernen, wogegen es natürlich für „Ausländer“ (nicht Japaner) leicht ist „Ausländisch“ (Nicht dem Nicht-Japaner seine Sprache) zu lernen. ;-)

Impressionen vom Hany

Ich habe lange nichts geschrieben, aber die meisten von Euch wollen ja eh lieber Bilder sehen, also bittesehr. Einige Bilder von meinem Handy:

shinagawa
Shinagawa..
sadako-yuki
Dancing in the Snow..
Friedhof-Gleisen
Da wolt ich immerschonmal hin - hab ich immer aus der Yamanote-sen gesehen.
shinagawa2
..noch mehr Shinagawa..
TTower
Mal wieder TT
Ikebukuro
池袋駅から
denken_in_Kawagoe
.. kann nicht schaden. :-)

Update - Teil 3

Der Ausflug nach Tokio im Schnee.

Am vor-letztem Sonntag ging es auf einen kleinen Ausflug nach Tokio – sanpou suru. Am Vorabend warnten uns noch einige Freunde, dass es am nächsten Tag schneien soll – haha – Schnee in Tokio, wie schlimm kann das schon sein :-) Nun, es war doch mehr Schnee, als ich dachte das fallen würde. Zeitweilig hatte sogar die Saikyou-Line und die Kawagoe-Line ihren Betrieb einstellen müssen. Die Toubu-Line war aber nicht betroffen. Bei der Dichte, in der die Züge auf dieser Strecke rollen, können die Gleise auch wirklich nicht zu schneien. Im Schnitt alle 5 min oder so ein Zug (Pro Richtung wohl gemerkt!) Fotos sagen ja mehr – also Fotos..

Später trafen wir uns noch mit Dan, der aber wohl noch verkatert vom Vorabend war :-) Wenigstens einer, der dem Ruf als Party-Europäer rettet, wenn ich ihn schon so versaue ;-)

tokyo-schnee
Schnee - wie schön - kalt
chisaii
Schneemännchen
el-rato
Diesen kleinen Kollegen traf ich vor dem Shinjuku-Bahnhof.

Update - Teil 2

Es hat lange gedauert - ich habe ja keine Zeit. Ich kann mich gleich daran machen, das nächste Update zu schreiben.

Am Montag hatte ich ja schon gepostet – am Dienstag waren nur diverse Reisevorbereitungen zu treffen und noch einige letzte Änderungen an der Präsentation vorzunehmen, die ich ja geben sollte. Wie immer verging die Zeit viel zu schnell – ich habe nicht die Hälfte von dem geschafft, was ich vor hatte. Ursprünglich plante ich, neben den obligatorischen, die Arbeit betreffenden Dingen, auch noch meine Wohnung in Ordnung zu bringen, getreu wie meine Mutter immer sagte : „Räum' auf, damit wenn Du zurück kommst, Du in ein sauberes zu Hause kommst.“

Es hat nicht sollen sein – auf den letzten Drücker verließ ich am Mittwoch morgen meine (total verwüstete) Wohnung und rannte zum Fujimino Bahnhof. Erstes Ziel war der Flughafen Haneda – man glaubt nicht, wie lange die Anfahrt zu einem Flughafen dauern kann. Erstmal also in den morgendlichen „kuschelligen“ Kyuukou (Expresszug) nach Ikkebukuro. Ich erwähnte schon mal, dass Zug fahren zwischen 7-9 Uhr morgens eine gute Idee ist, wenn man kuscheln mag, oder? In Ikebukuro dann weiter mit der allseits beliebten und noch „kuscheligeren“ Yamanote-Line nach Shinagawa. Yahoo Transit schlug mir diese Route vor – wahrscheinlich mögen es die Programmierer dieser Website besonders „kuschlig“, denn die (http://www.tokyu.co.jp/) Tokyu-Line ist vom Kuschelfaktor her die Nummer eins, was vor allem durch den Einsatz von Kurzzügen erreicht wird. Auch Nostalgie-Fans werden ihre Freude an den Zügen haben, ein Stück japanische Eisenbahn- und Industriegeschichte zum Anfassen. Nach dieser Fahrt habe ich mir vorgenommen, nicht mehr über die Tobu-Line her zuziehen. Alles in allem dauert es ca 100 min von meiner Wohnung bis zum Flughafen. Der Flug von Tokio nach Hiroshima im Anschluss dauerte nur 90 min. Wie ein echter Japaner schlief ich auch gleich im Flugzeug ein, so dass ich nichts vom Flug mitbekam, außer, dass es zwischenzeitlich ein Glas O-Saft gab. Ich mag Inemuri :-) Hiroshima-Airport ist übrigens auch ein guter Name, denn er liegt doch ziemlich weit „außerhalb“, im Klartext 55km. Das ist schon für Europäer nicht gerade vor den Toren der Stadt, für mich, der sich langsam an das Entfernungsempfinden hier gewöhnt, ist das verdammt weit. Mit dem Non-Stop Highway-Bus ist man nochmal knapp eine Stunde unterwegs bis zum Bahnhof in Hiroshima. Die Veranstaltung fand allerdings auch etwas außerhalb statt, weswegen es nochmal eine weitere 25minütige Busfahrt benötigte um endlich anzukommen. Bilanz : Tokio Bahn : ca 100 min, Hiroshima Bus : ca 70 min Flug 90 min + diverse Wartezeiten = Taihen! Vielleicht wäre es doch besser / bequemer gewesen den Shinkansen zu nehmen, wie es einige aus unserer Gruppe gemacht haben.

Über die Veranstaltung kann ich nicht allzu viel berichten. Es gab viele Interessante Themen, allerdings waren die meisten – also so gut wie alle - Vorträge auf Japanisch, weshalb es für mich schwer war zu folgen. Mittlerweile habe ich zwar schon einen kleinen Wortschatz an Computer / IT Vokabeln, aber vieles verstehe ich noch immer nicht. Viele Wörter sind wohl auch Eigenkreationen, des jeweiligen Autors, das kennt man ja aus Deutschland auch. Hier setzt man halt aus Kanjis ein neues Wort zusammen, was dann u.U. in keinem Wörterbuch steht. Manchmal verstehe ich allerdings die Bedeutung, wenn ich die einzelnen Kanjis lesen kann – tja, ich muss noch viele Kanjis lernen.

Die Abende standen zur freien Verfügung und am ersten Abend gingen wir in einer großen Gruppe Okonomiyake im Okonomimura essen, ein Gebäude, in dem es nur Okonomiyake-Restaurants gibt. Hiroshima ist berühmt für dieses Essen, es ist eine Art Omelett, obwohl es häufig als „Japanische Pizza“ beschrieben wird, was ich aber anders sehe. Oder sind Apfelpfannkuchen etwa „Deutsche Pizza“? Egal, natürlich war das Essen 1a, es ist schließlich das Land der Gourmes hier. Im übrigen war ich noch Sight-Seeing.

okonomiyake1
広島名物:お好み焼け
okonomiyake2
Die Spezialität in Hiroshima : Okonomiyaki
Okodorf
Okonomura - 4 Stockwerke nur O.Restaurants :)

Archiv Februar 2006