Bjoerns Blog

Mamachari – Kauf-Beratung

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so sollte es aussehen.

Sie haben sich entschlossen sich das Fortbewegungsmittel der Zukunft zuzulegen, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Entschluss. Doch bevor Sie nun übereilt irgendein „Mamachari“ kaufen, beachten sie bitte folgende kleine Ratschläge :


  1. Komfort, Komfort, Komfort. Kurze Anhaltspunkte. Damenfahrrad, die Sitzhöhe sollte nicht höher als 40cm sein, der Sattel Sofa ähnlich und der Lenker gebogen ca in Augenhöhe sein. Versuchen sie ein Modell mit 26“ Rädern zu ergattern, 28“ ist definitiv nicht Menschenwürdig. . Fragen sie nach Modellen mit Direkt-Kraft-Übertragung, so genannte Schaltungen verkomplizieren das Fahren nur unnötig. Tipp für entspannteres und weicheres Fahren, verringern sie den Luftdruck auf ca 0,5 bar.

  2. Kaufen Sie nach Gewicht! Nur was schwer ist, ist auch gut. Was dem alternden Bankangestellten seine Honda-Goldwing, das ist dem Durchschnittsjapaner sein Mamachari. Ein solides Mamachari wiegt in keinem Fall weniger als 20kg,. Mehr Gewicht bringt eine ruhigere Straßenlage, passive Sicherheit bei Kollisionen mit Unfallgegnern (FFußgängern).und einen besseren Domino-Faktor beim Parken.

  3. Sicherheit. Alle gängigen Mamacharis sind per Konstruktion Sicher. Achten sie darauf, dass wenn Sie unbedingt eine Beleuchtung benutzen wollen*1 , dass diese durch einen vom Mamachari-Verband autorisierten Schwerlaufdynamo betrieben wird. Jedes Mamachari ist mit einer Hinterrad-Signal-Bremsanlage ausgestattet. Das eigentliche Bremsen übernehmen sie ggf mit den Füßen. Empfehlung für Sicheres Fahren : Vergessen sie nicht die Abunai-Regel. Rufen sie gelegentlich beim Fahren „Abunai“ - das wird sie von etwaigen Unfällen bewahren.

  4. Hier spielt die Musik! Wie auch beim Kauf eines Sportwagens spielt der Sound eine wichtige rolle. Was wäre ein Ferrari ohne das charakteristische durch Mark und Bein gehende Jaulen, was ein Hummer ohne das Erdbeben gleiche Grollen? Ein Mamachari ohne authentisches Quietschen, Gerassel und Geschepper ist einfach kein richtiges Mamachari.

  5. Zubehör. Einige (vorwiegend ausländische Hersteller) sparen am Zubehör, bzw rüsten ihre Räder mit unsinnigem Zubehör wie z.B. Schaltungen, Beleuchtung, Bremsen, etc aus, achten sie beim Kauf ihres Mamacharis daher unbedingt darauf, dass das Standartzubehör mit zum Lieferumfang gehört. Die Mindestausstattung sollte folgendes beinhalten : Lenker-Fahrradkorp aus Gusseisen, Motorrad-Massiv-Ständer (empf. Mindestbreite 30cm), Abdeckplane aus leicht reissendem Plastik, 3-Zahlen Nummernschloß oder Speichenschloss.


*1) Das betreiben von Beleuchtung an Fahrrädern ist laut Japanischer StvO nur in Ausnahmefällen zulässig und dann auch nur für Front-Beleuchtung.

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