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居眠り - Inemuri
Da ich gerade drüber stolpere : Honoratioren nicken in Vorträgen ein, Topmanager in Sitzungen. Junge, aufstrebende Mitarbeiter sollten es allerdings mit inemuri nicht übertreiben, sondern warten, bis ihre Karriere die öffentliche Erschöpfung auch glaubhaft macht. Je bigger der Boss, desto demonstrativer sein Schlaf. Brigitte Steger kennt einen Topmanager, der bei Sitzungen regelmäßig eine Runde schlief, um seine Untergebenen, wie er sagte, von seiner übermächtigen Präsenz zu entlasten. In Wirklichkeit tat er nur so. Er lauerte im so genannten Dachsschlaf und wusste, dass seine Angestellten das wussten.
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Ich habe auch schon einige Male erlebt, wie einer meiner (vielen vielen) Bosse auf Sitzungen „Inemuri“ hielt, auch kann ich mich erinnern, dass die Leute vom TÜV sich wohl darüber pikierten, dass einer der KDDI Mitarbeiter am Stand beim German Japanese Security Symposium schlief. Eigentlich passt es ja doch gut, denn auf meiner Reise habe ich viel „Inemuri“ gehalten. Das Überall-Schlafen habe ich schon bei meinem letztem Aufenthalt in Japan schnell adaptiert und auch die Sache mit dem rechtzeitigen Aufwachen klappt irgendwie auch immer. Es ist wirklich nur eine Art Halbschlaf – man kriegt irgendwie noch mit, was um einen herum passiert, aber der Körper schläft. Wenn man wieder „aufwacht“ weiß man allerdings manchmal nicht mehr genau, was jetzt wirklich passiert ist und was man geträumt hat – die Übergänge sind da recht fließend. Also man weiß zum Beispiel noch, wo man ist, aber man kann nicht genau sagen, ob eine Familie eingestiegen ist und ob beim losfahren ein Kind der Familie hingefallen ist. Irgendwo im Kopf spukt dieser Gedanke – aber sicher ist man sich nicht. „Inemuri“ macht auch manche Situationen erst ertragbar, zum Beispiel, wenn man in der völlig überfüllten Tobu-Line 20 Minuten nach Hause fährt. Überfüllt heißt hier : Wenn die Türen aufgehen, fallen die Leute raus – buchstäblich! Da man in dem Zug kaum Luft bekommt und sich nicht bewegen kann (in der Tat könnte man sich nicht einmal am Kopf kratzen oder auch nur auf die Uhr schauen), ist es hilfreich, wenn man in diesen Zustand verfällt, weil man so die Zeit nicht bemerkt – schön wird die Situation dadurch auch nicht – aber man hat das Gefühl, als ob sie schnell vorbei geht. Was übrigens lustig an „Inemuri“ ist, dass man (wenn man denn wach bleibt) im Zug manchmal völlig fremde beobachten kann, wie sie sich nebeneinander setzten, fast gleichzeitig einschlafen und im Schlaf sich „zusammen kuscheln“ wie kleine Kinder. Das ist manchmal richtig niedlich anzusehen – wenn ich es andererseits auch irgendwie unhygienisch finde Erstaunlich ist wirklich die Tatsache, dass selten geschnarcht wird. Das ist deshalb erstaunlich, weil ansonsten Schnarchen wohl zum guten Ton gehört, ich jedenfalls kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Japaner Schnarchen wie die Holzfäller.
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