Bjoerns Blog

Freitag-Samstag Onsen

kusatsumap
Der Weg nach Kusatsu - sieht weit aus, dauert lange, kostet viel. Sind aber nur 170km.

金曜日/土曜日草津温泉旅行 8時にうちから出発した。電車は上福岡ー>川越ー>大宮ー>高崎ー>長野原草津口 長野原草津口から草津バス乗りました、30分ぐらい掛かりました。到着は午後3時ぐらいでした。 大宮から高崎までは初めて新幹線乗りました。新幹線はドイツのICE同じですけでICEのデザインはもっと近代と思います。ところで電車の切符はあまり安くなかったです、160キロだけど 2千500円+2千100円急行料金掛かりました!信じられない!

2continue, ごめん、時間がないです。(^_^)V

Am Freitag ging es auf meine zweite Firmenreise (wenn man das so sagen kann). Dieses mal hieß es auf nach Kusatsu Onsen, eine berühmte Heiße Quelle (wie ich mir habe sagen lassen). Da es von der Firma einen Zuschuss für mich gab, habe ich mir diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen.

Shinkansen
evil shinkansen-kun
Um 8 Uhr brach ich also von zu Hause auf, erstmal mit meiner "Hauslinie" (Toubuline) nach Kawagoe. Dort dann in die JR Saikyousen und nach Oomiya (übrigens die größte Stadt im Saitama-ken). In Oomiya traf ich mich dann mit meinen Arbeitskollegen und wir nahmen den Shinkansen bis Takasaki (ca 30 min). Für mich war es das erste mal, dass ich Shinkansen fuhr (sonst habe ich immer die Kosten gescheut). Nun kann ich aber endlich mal einen Vergleich ziehen zwischen dem deutschen ICE und dem Shinkansen. Im Prinzip würde ich sagen sind beide Züge gleich, nur das Design des ICEs ist doch um einiges moderner. Ich bin mit der neusten Generation des Shin- kansens gefahren, also vergleiche ich hier keine Äpfel mit Birnen ;-) Leider fuhren wir nur eine halbe Stunde mit dem Shinkansen, dann waren wir auch schon da. Ich persönlich glaube im Nachhinein nicht, dass es sich gelohnt hat den Shinkansen zu nehmen, da man nur einige Minuten (ca 10) einspart, dafür aber mit dem nervigen "Local-Train" fahren muss. Auf dem Rückweg habe ich den Express genutzt, der braucht wie gesagt nur 10 min länger, aber man muss nicht umsteigen und kann bis Oomiya (oder wenn man nach Tokyo will bis Ueno) durchfahren. Außerdem ist der "normale" Express nicht so voll..
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Kusatsu Onsen - stinkt unheimlich nach faulen Eiern!
Wie dem auch sei, um ca 14 Uhr kamen wir, nachdem wir in Nagano-Kusatsu-guchi noch in den Bus umgestiegen waren, in Kusatsu an. Mein erster Eindruck wahr, "Mein Gott, das stinkt ja unheimlich hier". Schuld daran ist das schwefelhaltige Wasser. Es liegt ein intensiver "Duft" von faulen Eiern in der Luft - aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Gerade pünktlich mit unserem Eintreffen fing es an zu schneien (der erste Schnee!), ich (und vielleicht noch die Ski-Hotel-Wirte) waren wohl die einzigen, die sich über den Schnee freuen konnten.
schnee
Es schneit!
Nun ja, jedenfalls war dieses ja kein Ausflug, sondern ein Business-Trip, also hieß es, nach einem kurzen (Japan - was erwartet Ihr?) Rundgang durch Kusatsu, ran an die Arbeit! Jeder stellte (mehr oder weniger) Detailliert seine Forschungen vor.
essen
Das Abendessen
Um 18 Uhr gab es dann Abendessen - sehr traditionell und sehr lecker! Nicht mal ich konnte was zu Meckern finden und ich glaube das auch alle anderen zufrieden waren (japanische Gaumen sind ja bekanntlich sehr sehr empfindlich, nicht wahr - HERR A... ? :-D) Keine Geschäftsreise ohne Trinkgelage (auch so eine merkwürdige Sache in Japan - aber Korea ist wohl auch so, wie man in Flos BLOG lesen kann). Also ging es nach dem Essen erstmal auf japanischen Holzschuhen in die Stadt zum Liquer-Store. Gerade auf verschneitem hügeligem Untergrund ist das Vorankommen mit diesen Holzsandalen nicht einfach, allerdings stellte ich mich auch nicht dämlicher an, als die Japaner, was mich doch beruhigte. Also kaufen wir ordentlich "Stoff" ein, damit die Party steigen kann.
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Kusatsu am Abend
Anschließend ging es auch fröhlich weiter - vergaß ich zu erwähnen, dass alle Präsentationen auf japanisch waren (und selbstverständlich PowerPoint)? Natürlich! Also hatte ich eine harte Zeit zuzuhören und ich musste meinen (armen) Kopf und mein elektronisches Wörterbuch stark strapazieren. Manche Themen verstand ich leicht (wenn mir das Thema nahe liegt, wie z.B. Phishing), manche eher gar nicht (wenn es um wirtschaftliche Analysen im jap. Telefonmarkt ging, die meisten Firmen sagen mir nichts).
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Im Onsen in voller Montur
Nun, alles (mehr oder weniger schöne) hat (leider / Gott sei Dank) auch mal ein Ende und so konnte ich schon um halb 12 (Nachts) in den Onsen. Nach dem doch eher enttäuschenden künstlichen Onsen bei meinem letzten Geschäftsausflug, war er das erst mal, dass ich in einem "richtigen", also natürlichen, Onsen badete. Wirklich Super! Das Wasser verdiente auch endlich mal das Prädikat heiß und war nicht so eine lauwarme Angelegenheit wie das vorherige Mal. Von Hause aus bin ich aber gut abgehärtet gegen heißes Wasser, also hatte ich am wenigsten Probleme, hätte meinetwegen ruhig noch ein paar Grad heißer seien können :-D. Aber nicht nur die Wassertemperatur ist das entscheidende bei einem Onsen, sondern auch das Wasser selbst, also das was drinnen ist. Das Wasser in Kusatsu ist sehr schwefelhaltig und ätzt regelrecht die Haut weg, also fühlt sie sich danach gut weich an :-D. Nur sollte man nicht vergessen nach dem Bad auch zu Duschen, ich glaube sonst kann man ernsthafte Probleme bekommen. Außerdem duftet das Schwefelwasser nicht gerade eben angenehm, weshalb sich das Duschen eigentlich von selbst versteht. Ich frage mich ja immer, was für komische Europäer/Amis sonst so nach Japan kommen, so von wegen der Vorurteile des nicht Duschens / Waschens / Badens.. Wenn sich Japaner über die Badeleidenschaft definieren, dann sind meine Eltern jedenfalls echte Japaner - sind genau solche Bade-Verfechter wie die meisten Japaner. Ich bade zwar gerne, kann aber zur Not auch mit "nur" einer Dusche leben (von mir aus auch kalt, wenns sein muss *g*). Bei diesen Gelegenheiten muss ich immer an A-sans Ausspruch denken: "Deutsche sind langweilig, sie saufen immer nur." Da ist zwar auch was wahres dran, aber wenigstens kommt dabei etwas Stimmung auf :-) Vielleicht liegt's auch an den unterschiedlichen Kreisen, aber in Deutschland kenne ich doch den einen oder anderen der gar nichts oder wenig trinkt - hier scheint aber doch das Motto vorzuherrschen: "Ich saufe, also bin ich - ich bin also saufe ich." Übrigens um mal mit einem Vorurteil aufzuräumen, dass Deutsche immer haben. Es gibt sehr wohl Japaner, die einiges vertragen.. aber wie heißt es so schön :"Übung macht den Meister" - und nicht umsonst wurde der Begriff "Meisterqualität" einjapanischt. Nun ja, das "Gelage" ging bis ca halb 3. Da es in dem Raum stattfand, in dem ich auch später schlafen sollte, blieb mir nichts anderes übrig, als solange wach zu bleiben. Naja, mehr oder weniger, denn gegen 1 Uhr bin ich wohl mal etwas eingepennt, da war ich aber nicht allein (könnt ihr Euch nun ein Bild von der Stimmung machen?).
asagohan
Frühstück - oder was?
Am nächsten morgen ging es dann um 8 Uhr raus - frühstücken. Als ich so vor meinem Frühstück saß, musste ich an Frau Takashima denken, wie sie mal vom deutschen Frühstück erzählte. Ich glaube, ich kann das Gefühl jetzt verstehen. Für mich sah das "Frühstück" so was von überhaupt nicht nach Frühstück aus :-d Ein merkwürdiges Gefühl ist das - schwer zu beschreiben. Ich esse ja (sehr gerne) japanisches Essen, aber beim Frühstück ist mir die "deutsche" Art (ist glaube ich im original eher die franz. Art) lieber. Mich schon am frühen morgen mir Ei Fleisch und Fisch voll zustopfen fällt mir doch schwer. Reis geht ja noch, mit Natto oder so für den Geschmack. Nun ja, aber andererseits kommt der Appetit ja beim essen und außerdem war es ja schon bezahlt, also verputzte ich alles - war auch echt lecker nur hätte ich es halt lieber zum Mittag gegessen. Was mir auch aufgefallen ist ist, dass Japaner (außer Alkohol natürlich) sehr wenig trinken. Es gibt eine (kleine) Tasse Ocha und das war's dann auch. Schon am Vorabend gab es eher wenig, mir viel das auf, als ich nach dem Bad erstmal 6 Gläser Leitungswasser in mich hinein schütten musste. Leute, dass ist nicht gesund! 2-3Liter min soll der Mensch am Tag trinken (exklusive harten Alk)! Nach dem Frühstück wollten wir (naja, vielleicht war ich der einzige) noch etwas wandern. Da nun aber doch schon ein paar Zentimeter Schnee lagen, verzichtete ich darauf, meine doch arg angekaterten Arbeitskollegen dazu zu nötigen. Ich beschloss vielmehr lieber im Anschluss etwas alleine zu latschen, denn wenn ich wandere, dann nicht "jap Stil" auf "Hiking-Asphaltierten-Treppen-im-Wald-Pfade" sondern "zünftig" Querbet. (Wer schon das Vergnügen hatte mit mir die ein oder andere Abkürzung zu erkunden weiß wovon ich rede).
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Golf-Tanuki.
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Sehr Weihnachtlich auch! Schnee!!!
Erstmal gingen wir etwas durch die Stadt und kauften "Omiyage" (Mitbringsel) ein. Es ist immer wieder unglaublich, wie viele Omiyage-Läden und wie viel Vielfalt es doch gibt. Es gibt wirklich schöne und leckere Sachen, manche Dinge allerdings sind so was von daneben, dass es mich fast aus den (jap.) Socken gehauen hat. Zb. ein ausgestopfter Waschbär, der Golf spielt! Im tiefsten Innern bin ich aber auch abartig, deshalb habe ich ein "Hello-Kitty-Omiyage" gekauft. Es gibt nämlich von Kitty spezielle Kittys zu jeder Region in Japan - mal sehen, wem ich das Ding schenke :-D
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Onsen-Tamago. Sehr lecker!
udon
udon
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Welche Nudeln hättens denn gern? :-D
In Kusatsu gab es dann noch eine Portion Udon mit Onsen Tamago (ein im Onsen gekochtes Ei - sehr lecker) und dann ging es Richtung Heimat. Ich begleitete meine Kollegen noch ein Stück, da ich mich entschloss woanders wandern zu gehen, von wo man leichter wieder Richtung Tokyo kommt. Leider habe ich erst zu spät gesehen, dass es sogar eine direkte Busverbindung nach Shinjuku gibt - sonst hätte ich den Bus genommen. Aber nach dem ganzen TamTam dachte ich auch wunder wie weit ich von zu Hause weg bin. Heute habe ich mal bei yahoo geschaut, es sind gerade mal 160km :-) In Japan herrscht echt ein ganz anderes Entfernungsempfinden, was aber auch an den (unverschämt) hohen Kosten für Transport liegt. Die Japaner halten ja ihr Land für riesig groß, deshalb fahren sie auch nicht ins Ausland, weil das sooo weit weg ist (Korea). Hatte da schon die ein oder andere Diskussion mit dem ein oder anderen Japaner. "Von Hokkaido bis Fukuoka ist es so weit wie von Moskau nach Barcelona." - "Mag sein, aber von Fukuoka nach Busan z.B. ist es nicht so weit." - "Hm - ja, aber die Koreaner sind uns kulturell so fern" Naja, man gut dass sich Russen und Spanier so nahe sing *g* - nun ja das Empfinden ist hier halt wirklich anders - will das auch nicht werten - ist mir nur mal aufgefallen..
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Dorflandschaft - wie man sieht viel wärmer als in den Bergen!
Irgendwo an der Bahn bin ich dann ausgestiegen um zu wandern. wo habe ich vergessen, es war aber auf eine Empfehlung. Nach endlosem Gelatsche durch diese Stadt kam ich dann doch noch zum Wandern. Überraschend stieß ich auf einen alten Tempel und einen Waldfriedhof (sehr hübsch). Das war dort wohl so eine Art Berg der Toten, denn auf diesem Berg waren noch mehrere Gräber verstreut.
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Tempel der Toten :-D
friedhof
Ein japanischer Waldfriedhof
Irgendwann hörte der Weg dann auf, da ich aber überhaupt nicht gerne den gleichen Weg zurück gehe, wie ich gekommen bin, entschloss ich mich den Überlandleitungen zu folgen. Es gibt sogar mitten im Wald Schilder, die einem dem Weg zum nächsten Pfeiler zeigen - sehr Praktisch! Es war jedenfalls mal eine gute Gelegenheit den japanischen Wald etwas besser kennen zu lernen - selbst der Wald sieht ordentlicher aus, als der Deutsche, was wohl aber an den unterschiedlichen Baumarten liegt. Irgendwann kam ich dann auch wieder in die Zivilisation, allerdings hatte ich keine Ahnung wo. Das mit den Schildern in Japan ist auch immer so eine Sache - für Autofahrer verwendbare Informationen sind schon rar, aber für Fußgänger sieht es ganz schlecht aus. Nach einer Weile kam ich dann an eine Bushaltestelle und entschloss mich den nächsten Bus zu nehmen, der da kommen möge. Mein Gedanke war:"Der Bus muss eigentlich in den nächst größeren Ort fahren, da steige ich dann in den Zug. Schließlich ist das hier Japan und hier sind die Bus-Verbindungen nicht so bekloppt wie in Deutschland, wo in irgendeinem Kuh-Kaff Endstation ist."
schild
Hier gehts zum nächsten Pfeiler..
Wald
Viel Wald
Wie sehr der Mensch sich täuschen kann - wieder eine Gemeinsamkeit zwischen Deutschland und Japan! Natürlich war die Endstation ein Kuhkaff (3 Häuser) und ich dachte erst, ich hätte mich verhört als die Durchsage kam "Endstation".. Ich fragte den Fahrer also, ob es denn irgendwo ein weiterkommen gäbe. Gab es leider nicht - der nächste Bahnhof war 20 km weit, aber es würde kein Bus mehr fahren, erst morgen wieder. Netter weise nahm mich der Busfahrer aber mit zu einer "Busstation", die gleich neben dem nächsten Bahnhof war - wirklich sehr freundlich! Ist halt noch eine echt Dorfgegend und nicht so ein Affenkram wie im Saitama-ken wo man schon angebölkt wird, wenn man das Fahrgeld nicht gleich passend hat. Netter weise musste ich auch nichts bezahlen, was sich im Nachhinein als sehr sehr gut herausstellte. Als ich nämlich am Bahnhof das Ticket kaufen wollte, hieß es 3600 Yen, inkl. Express-zuschlag. "Oh - Mist, ich glaube ich habe nurnoch 3000", dachte ich mir so, aber als ich mein Kleingeld durch ging, hatte ich tatsächlich noch knapp 3700 Yen, Glück gehabt! Sonst hätte ich über eine Stunde warten müssen, bis der nächste Lokal-train kommt und dann mit diesem Bummelzug, das hätte gedauert! So konnte ich aber gemütlich im Express bis Oomiya durchfahren :-D Zu Hause war ich dann todmüde und bin ziemlich gleich eingepennt.

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